Lehrinhalte der [MATRIX]®-Weiterbildung
Ziel:
Diese Weiterbildung vermittelt Wissen und Können in den Anwendungsfeldern Beratung und Coaching nach den Leitgedanken des mli
Die TeilnehmerInnen erlernen notwendige Theorien, vielfältige Verfahren und fundierte Methoden für biographisches Coaching. Dies ermöglicht verdichtete Analysen der unbewussten und unterirdischen Baupläne einer Biographie. Sie eröffnen fokussierte Interventionsmöglichkeiten zur Veränderung biographischer Muster und persönlicher Verhaltensweisen.
Die [MATRIX]-Verfahren sind polytheoretisch, interdisziplinär, multimethodisch und (therapie)schulenübergreifend.
Diese [MATRIX]-Modelle wurden von mir in den letzten fünfzehn Jahren entwickelt und ständig in der Praxis überprüft.
Didaktik:
Die didaktische Konzeption dieser Weiterbildung lehnt sich an die mathetischen Überlegungen nach Hartmut von Hentig an. Deshalb sind Theorie und Praxis eng aufeinander bezogen und werden durch Übungen, Fallanalysen, Live-Supervisonen, Video- und Filmbeispiele erläutert.
Gliederung:
Die folgenden Lerninhalte gliedern sich
Lehrinhalte:
Theorie I
Polytheoretisches Wissen und Fakten über Mega-Kontexte:
Die folgenden Megatrends können vom Einzelnen nicht oder nur sehr gering beeinflusst werden. Aber sie haben heute schon und zukünftig noch viel stärkeren Einfluss auf unser Leben und sind deshalb mitentscheidende Einflussfaktoren, die in der Biographieberatung berücksichtigt werden müssen.
Umwelt und ökologische Faktoren:
Klima- und Wetterentwicklungen
Wasser, Meere, Flüsse, Seen, Feuchtgebiete
Land(wirt)schafts- und Städteentwicklungen,
Abnahme der Biodiversifizität und der Allmendegüter
Wirtschaftliche Faktoren und Globalisierungseffekte:
Rohstoff-, Energie-, Geld-, Währungs-, Kapital-, Aktien-, Spekulations- und Zockermärkte
Reichtums- und Armutsverteilungen, Hunger- und Seuchenverbreitung
Demographische Faktoren:
Globale, kontinentale und nationale Bevölkerungsentwicklungen
Völkerwanderungen und Migrationsverschiebungen
Theorie II
Macro- und Mikro-Kontextuelles Wissen:
Organisationsmodelle
in unterschiedlichen Epochen z.B. Mintzberg, Kirsch und Scharmer
Abgrenzung und Überscheidung von Organisationsentwicklung und Personalarbeit
Hierarchie, Führung und interne oder externe Beratung - Coaching
Konzeptentwicklung und Choreographie größerer Beratungsaufträge
Rollenkonzepte und Berufsidentität
gesetzliche Vorschriften, Lizenzen, Verbände
Broterwerb
Marktanalysen, Marketing, Veröffentlichngen, Akquisition, Honorare
Theorie III
Schulenübergreifendes psychologisches und biographisches Wissen:
Psychologie
Persönlichkeitsmodelle und Charakterschemamodelle
Muster, Musteranalyse, Mustersprache, Musterentstehung, Musterstabilität, Musterveränderung
Intuition, Ich-Syntonität, Locus Amoenus
Klassische und kontextuelle Lernmodelle
(Neu-)Entscheidungstheorien, Entscheidungsarchitekturen und Beschlusspsychologie
Psychotherapie
Verhaltens-, Hypno-, Systemische-, Humanistische Therapie, Psychoanalyse, Gruppendynamik und dem Mentalen Training
Radikaler versus pragmatischem Konstruktivismus und Realismus, Utilitarismus, Karrierismus
Biographie
Biographieforschung, Biographiemodelle und Biographiephasenmodelle
Biographien oder Shit happens zwischen:
Steuerung - Schicksal, Gesundheit - Krankheit, Ressourcen - Unfähigkeit, Lösung – Problem
Positiver Konotation - Realistischer Analyse
Praxis I
Übergeordnete Verfahren und Techniken in der Biographie-Arbeit:
Wahrnehmung
Beobachtungs-, Erfahrungs- und Achtsamkeitsfelder zur integrierten Entfaltung der Sinne in der
Aussen- und Innenwelt; vom Sehen, Hören, Fühlen, Riechen, Schmecken, sowie vom 6. und der 7. Sinn
Explorationsvariablen der klinischen Anthropologie
Explorationsmethoden im biographischen Interview
Verfahren, Techniken und Steuerung, stereoskopisches Explorieren,
Navigationstafeln zum Driften und Navigieren im biographischen Interview
Problem-, Auftrags-, Ziel- und Kontextklärung und Adhärenzklärung und Adhärenzstiftung
Hermeneutik, Tiefenhermeneutik, Oberflächen und Tiefenstrukturen
Bedeutungsklärung und Sinnstiftung
Entwicklung des „Big Picture“
Mentale und imaginative Operationen
Primär und Sekundär Prozesse
Lokomotion, Introjektion, Illustration, hypnotische Identifikation, mentale Montage, Juxtapositionsfehler
Beratungsset und Beratungssetting
Prozesse mit Einzelnen, bei Gruppen und in Organisationen und Systemen
Aufgaben, Interventionen, Verschreibungen, Ambi- und Multivalenzverschreibungen
Prozessdynamik und Ablaufgestaltung
Protokolle, Dokumentationen und Aktenführung
Praxis II a
Multimethodische Verfahren zur Darstellung der bisherigen Biographie:
Genogramm, Metagenogramm, Photogramm, Metamorphosen Galerie, Kartogramm, Discogramm, Ökonogramm, Curious Cluster Case u.a.m.
sowie Formen zur Organisations- und Systemanalyse, territorigramm, u.a.m.
Prozesse
Der siebenphasige Beratungsprozess
Anfertigung, Auslegung und Exploration einer Matrix Biographie
Praxis II b
Multimethodisches Verfahren zur Darstellung der zukünftigen Biographie:
Verfahren
Ziel, Planung, Vorhersage, Zukunfts- und Trendforschung, Vision, Spekulation, Illusion bis zur Schimäre
Symbolisationen: Verabreichung, Anfertigung und Interpretation von Zukunfts- und Visionsbildern
Lebens- und Karriere Planung
Präkrolog oder pragmatische Eschatologie
Darstellung von zukünftigen Zeiträumen, biographischer Abakus und weitere Verfahren
Prozesse
Timing, Rhythmik, Dosierung, Sequenzierung, Steuerung, Nähe - Distanz, Breite - Tiefe
Praxis II c
Multimethodische Interventionen und Verschreibungen:
Verfahren
mündliche und schriftliche, direkte und indirekte, implizite und explizite, vieldeutige und eindeutige Interventionen
verschiedene Typen von Aufgaben
Verschreibungen, Aufbau, Bestandteile, Stile, Verabreichung, Anfertigung, No Goes
Zielumsetzung, Zielfindung
Risikoanalyse, Risikobewertung, Risikowahrscheinlichkeiten
Relationismus, Relativismus und Dezisionismus
Prozesse
Zielerreichungswahrscheinlichkeiten, Szenarienketten, Plausibilitätsbrücken, Zeitfenster, Kostenrechnungen, Drop-Outs
Umgang mit Adhärenz, Reaktanz, Ambivalenz und Multivalenz
Sabotage- und Selbstsabotagemanöver, Förderer - Hinderer - Feinde
Praxis III
Selbstreflektion und Supervision:
Die Anfertigung der eigenen Matrix ist ein obligatorischer Weiterbildungsbestandteil
Dabei werden die eigenen Kognitions-, Emotions-, Affekt-, Verhaltens-, Vernunft- und Selbststeuerungsmuster
analysiert, reflektiert, flexibilisiert und optimiert



