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Nachhall zum Stimmanalyse-Seminar im Oktober 2008

Musik ist die Stenographie der Gefühle

Leo Tolstoi

Instrumente zur Gesprächssteuerung
Intuition
Exploration Navigation

 

Anfang Oktober haben Niklas Trüstedt und ich nach fünfjähriger Pause wieder ein Stimmanalyse Seminar durchgeführt und dabei das Videomaterial zu einem kleinen Film über das Seminar und zum Thema produziert. Jetzt steht der Rohschnitt und dann die Montage des Films an. Das HD-Video zum Stimmanalyseseminar wird 2009 erscheinen.

 

In dem Spielfilm „Was Frauen wollen“ kann Mel Gibson nach einem verunglückten Versuch mit einem Fön plötzlich hören, was Frauen denken. Das kann Niklas Trüstedt auch, allerdings ohne Fön und seine Fähigkeit ist nicht auf Frauen beschränkt, sondern funktioniert bei Männern gleichermaßen.
Die Teilnehmer des Stimmanalyseseminars kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus, mit welcher Präzision und Treffsicherheit Niklas Trüstedt nach ca. dreiminütigem Vorlesen eines Textes durch einen Workshopteilnehmer an Hand dessen Oberton- und Körperresonanzstruktur und Atemfluß in der Sprechstimme ein Psychogramm ablieferte. Für die TeilnehmerInnen waren die Fähigkeiten von Niklas Trüstedt ein Rätsel, seine Analysen aber völlig verständlich, plausibel und nachvollziehbar. Ich habe dies anschließend durch Einbettung in die [MATRIX] Modelle ergänzt und Gesprächssteuerung und Interventionen zwischen Navigieren und Driften demonstriert und etwas erläutert.
In einer sehr entspannten und lockeren, aber gleichzeitig hochkonzentrierten Arbeitsatmosphäre haben wir zudem die entscheidenden Ingredienzien von Intuition beschrieben und dies mit den entsprechenden Parametern bei der Stimme und für die Gesprächssteuerung kombiniert. Diese produktive und angenehme Arbeitsatmosphäre wurde durch die aktive Resonanz der TeilnehmerInnen wiederum verstärkt.
Unsere kreative Pause hat sich gelohnt, jeder von uns hat in dieser Zeit seine Konzepte weiterentwickelt und deutlich fokussiert. Wir haben neben den Stimmen der Teilnehmer Stimmanalysen von Amy Winehouse, Steve Ray Vaughan, Sting und Tally Brown (Mitglied in Andy Warhols Factory) abgeliefert.

Was Niklas Trüstedt in Bezug auf Stimmen heraushören kann und wie daraus ein treffendes Psychogramm der jeweiligen Personen entwickelt, ist in der Tat immer wieder äußerst erstaunlich und verblüffend. Ich habe durch die 20-jährige Zusammenarbeit mit Herrn Trüstedt auch sehr gut hören gelernt, aber im Vergleich mit ihm bin ich eine taube Nuss.

Am zweiten Seminarabend haben wir im Rahmen des Cybernetic-Cinema den seltenen Dokumentarfilm "Fünf Wege zur Meisterschaft" gezeigt und stimmanalytisch auseinander genommen. Dieser Film gibt einen Einblick in die Meisterklassen an der Musikakademie in Schleswig-Holstein während des Musikfestivals.
Zudem hat sich Trüstedts Gambenspiel, das schon immer auf höchstem Niveau war, weiter differenziert und zu tieferem metaphysischem Glanz und Klangfarbenreichtum entwickelt. Reifere Adaptationen und Interpretationen aus der Zeit der Elisabethanik z. B. von John Dowland und anderen Zeitgenossen dürfte man so schnell nicht finden und damit meine ich zum Vergleich keine Geringeren als zum Beispiel Julian Bream, Lee Santana, Hille Perl, Paul O'Dette oder Luca Pianca.

(Zusatz am 20.12.08: Heute habe ich mir ganz bewußt von Hille Perl und Lee Santana die SACD "Les Voix Humaine" angehört, die beiden spielen sehr gut, sie bekommen aber im Vergleich zu Herrn Trüstedt keine Schnitte, das wäre mal eine extra Plattenbesprechung im Coaching Club wert, und das sage ich nicht leichtfertig vor mich hin). Einige Dowland-Interpretationen von Niklas Trüstedt konnte ich filmisch mitschneiden.


Ganz unabhängig von der Stimmanalyse war es ein sehr bereichernder Genuss, einem Großmeister auf der Gambe und des Gesangs so hautnah beim Spielen zuhören und zusehen zu dürfen. Mir nötigt das höchsten Respekt ab, und ich bin stolz, dass ich mit jemandem wie Niklas Trüstedt zusammenarbeiten kann, der trotz seiner Meisterschaft und Fähigkeiten so bescheiden, unprätentiös und kompetent zur Sache geht.


Die TeilnehmerInnen (überwiegend Diplom-Psychologen und Wirtschafts-wissenschaftler) waren mit dem Workshop und der Atmosphäre am missing-link-institut sehr zufrieden und fühlten sich hochgradig angeregt, bereichert und gut bedient. Ihre Erwartungen wurden mehr als erfüllt.

Das nächste Stimmanalyseseminar gibts vom 25. - 27. September 2009.

Das meinen TeilnehmerInnen zur Stimmanalyse

 Oktober 08

 

 

 

 

Letzte Veröffentlichung von P.-W. Gester ist im Herbst 2008 erschienen:

Zum Nutzen einiger Konzepte von Ernst Jünger im Coaching
 

Im Herbst hat der Verlag Matthes und Seitz im Schloss Neuhardenberg in der Umgebung von Berlin das Buch BUNTER STAUB. ERNST JÜNGER IM GEGENLICHT vorgestellt.

Alexander Pschera aus München hat das Buch herausgegeben. In dem Buch werden von einunddreißig Autoren Facetten und Begrifflichkeiten von Ernst reflektiert. Alexander Pschera hat die Beiträge der Autoren mit kenntnisreichen Texten verknüpft.

 

Zu diesem Buch habe ich einen Beitrag mit dem Titel "Der Ernst des Lebens" geschrieben. Dieser Artikel weist auf den Nutzen einiger Konzepte von Ernst Jünger für das [MATRIX] Coaching hin, Konzepte wie:

 

  • die übersichtliche und überlegte Partie,
  • der stereoskopische Blick,
  • die strenge Prüfung und
  • der Waldgang.

 

In diesem Artikel wird zudem erzählt, wie und wodurch ich auf Ernst Jünger gestoßen bin, wie das mit dem Sitz des missing-link-instituts bei Saint Dié in den Vogesen, mit meiner Matrix, meiner Familiengeschichte, meinem Großvater mütterlicherseits, dem Müllermeister Wilhelm Dunkel, meinem Elternhaus, meinem Heimatort Plettenberg im Sauerland und dem bekannten Staatsrechtler Carl Schmitt zusammenhängt.

Eine hochverdichtete Geschichte mit Facetten von Biographiebeschreibung und Theoriebildung zum [MATRIX]-Coaching.

 

Das Buch kann jetzt bei Amazon bestellt werden, es hat ca. 380 Seiten und kostet € 19.80.

 

Co-Autoren sind: Martin Brinkmann, Martin von Crefeld, Gunnar Decker, Günter Figal, László Földénryi, Chrisophe Fricker, Wolfram Malte Fues, Yuval Noah Harari, Lorenz Jäger, Marc Jongen, Georg Klein, Sebastian Kleinschmidt, Felix Johannes Krömer, Jürgen Kron, Thor Kunkel, Theo Lighthart, Stefan Lindl, Eckhard Nickel, Pascal Niclas, Thomas Plazer, Tom Peuckert, Ulricht Schacht, Mark von Schlegell, Heimo Schwilk, Marion Tietze, Peter Trawny, Jörg Trempler, Sophie Wennerscheid, Cai Werntgen, David Woodward.

 September 08
 

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