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Verschreibungen als Schlüsselintervention in Beratung, Coaching und Therapie

In den 80-er Jahren waren die paradoxen Big Bang Verschreibungen des Mailänder Modells im systemischen Feld in aller Munde. Die Mailänder Gruppe bestehend aus Selvini-Palazzoli, Prata, Boscolo und Cecchin hat diesen Meilenstein in der Psychotherapiegeschichte in dem damaligen Fachbuch Bestseller "Paradoxon und Gegenparadoxon" ausführlich beschrieben. Dann wurden die Big Bang Verschreibungen vom Zirkulären Fragen abgelöst und gerieten in Vergessenheit.

Im Rahmen von Beratungs-, Coaching und Therapieprozessen, speziell meinen [MATRIX]®-Verfahren, habe ich vor drei Jahren wieder angefangen, (technisch modifizierte, non-paradoxale) multimodale Verschreibungen einzusetzen. Denn es zeigte sich immer wieder, dass die Mandanten so intensiv von dem Beratungsprozess absorbiert waren, dass sie sich - trotz übersichtlicher mündlicher Zusammenfassung - nicht an alle Aspekte erinnern konnten. Deshalb wird als entscheidende Schlüsselintervention am Ende des Beratungsprozesses das Ergebnis als Fazit und Ausblick einschließlich Aufgaben dem Mandanten in die Feder diktiert. Das verlangt vom Coach große Konzentration, hohe Kunstfertigkeit, entspannte Prozesssicherheit und gute Beratungsübersicht. Diese Verschreibung kann der Mandant dann als "Big Picture" schwarz auf weiß mit nach Hause nehmen. Dieses Vorgehen ist bei meinen Mandanten auf sehr große Resonanz gestoßen. Diese durchweg positiven Reaktionen haben mich dazu angeregt, hierzu ein Seminar aufzulegen.

Im Juni 2009 fand das erste Verschreibungsseminar mit sehr guten Bewertungen und exzellenten Rückmeldungen durch die Teilnehmer statt.

Das meinen Teilnehmer des Verschreibungsworkshops 2009.

 

Für das Verschreibungsseminar habe ich eine umfassende Theorie und Praxis der Verschreibungskunst entwickelt. Hier werden Denkfiguren und Methoden aus Psychoanalyse, Verhaltens-, Hypno-, und Systemischen Therapie sowie Ergebnisse aus der Persönlichkeits-, Biographie- und Organisationsforschung kombiniert und mit Entwicklungen in der Kunst(geschichte) verbunden.  Die Anfertigung einer Verschreibung in ihren verschiedenen Formen, Varianten, ihrem Aufbau und Gliederung wird anhand von Beispielen aus meiner Beratungspraxis dargestellt, live demonstriert und anschließend eingeübt. Zu diesem Seminar wird ein Skript zu Theorie und Praxis der Verschreibungskunst von 140 Seiten geliefert.

Einige Themen sind:

  • Design einer Verschreibungsvorlage
  • Voraussetzungen und Vorarbeiten für eine Verschreibung
  • Planung einer Verschreibung
  • Abstimmung auf und Verküpfung mit dem Beratungsprozess
  • Erzeugung des Big Picture
  • Rückwirkungen auf und Einbindung in den Beratungsprozess
  • Strategische und taktische Überlegungen
  • Applikations- und Dosierungsfragen
  • Wirkungsweite, -tiefe und -kontext
  • Einbeziehung dritter Personen
  • Auswirkung auf die Beziehungsdynamik - Übertragungsphänomene
  • Typologien, Beispiele und Stile von Verschreibungen
  • Kommentierungs-, Beobachtungs -, Zusammenfassung- und/oder Aufgaben-Orientierung
  • Adhärenzklärung
  • Risikoanalyse
  • Ziel- und Umsetzungsplanung
  • Zeitraumvisualisierung
  • Wirkungsverzögerungen, -latenzen
  • u.v.a.m.

Bericht vom Verschreibungsworkshop 2009.

 

Der Termin findet im missing-link-institut in den Vogesen statt.

Seminar 06/2011             23. - 25. 06. 2011 (Do-Sa)

 

Diese Seminare wurden bisher von der Landespsychotherapeuten (LPK BW) und Landesärztekammer als Fortbildungsveranstaltung anerkannt und mit 30 Punkten angerechnet. Die zukünftige Akkreditierung ist jeweils beantragt.

 

Zeit:
Beginn 1.Tag: 10.00 Uhr Ende 3.Tag: ca. 16.00 Uhr

 

Seminarleitung: Peter-W. Gester, Dipl.-Psych.


Teilnahmegebühr:

€ 540,- Die Teilnehmerzahl ist jeweils auf zehn begrenzt.

 

Zur Anmeldung