Live local, act local, think global. Unbekannt

„Es ist wahr, dass ich nur hier, an meinem Tisch, vor den Blättern der Bäume, deren Bewegung mich seit 20 Jahren erregt, ich selber bin, nur hier ist dieses Gefühl, meine schrecklich wunderbare Sicherheit intakt, und vielleicht muss ich sie haben, um nicht vor dem Tod die Waffen zu strecken.“ Elias Canetti


Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht tun will.“
Jean-Jacques Rousseau


„Wir müssen nicht entdecken, was wir sind, sondern was wir uns weigern zu sein.“ Michel Foucault

Damit umreißen J. J. Rousseau und M. Foucault ihre differentiellen oder ‘negativen‘ Freiheits- und Identitätskonzepte im Zeitalter des Lebensgefühls der ‘negativen Moderne‘ und mit der ‘Angst vor dem Sturz ins Nichts‘, dem man nur noch den ‘Mut zur Hoffnungslosigkeit‘ entgegensetzen kann. Somit wird die negative Identität im Unterschied zu dekontextualisierten und entpolitisierten Persönlichkeitskonzepten eine weltbezogene und repolitisierte Zentralkategorie heutiger Beratungsarbeit.
(Negative) Freiheit und Identität definieren das Verhältnis von Gesellschaft, Individuum, Geschlecht und Ethnie in ihrer biographischen Entwicklung und ihrer territorialen Lebenswelt, die als schutz-, freiheits- und identitätsstiftende Heimat verstanden wird.
Der Export von Konflikten und struktureller Gewalt in die ‘Dritte Welt‘ ist im Zeitalter der Globalisierung der Gegenerreichbarkeit des ‘Nordens‘ und des ‘Westens‘ gewichen. Koloniale, ökonomische, ökologische Gewalt wird mtlw. als strukturelle Gewalt u.a. in Form der Migrationswellen, ökologischem Stress und Terror reimportiert. Das könnte man als eine epochenübergreifende Art von Gerechtigkeit verstehen.
Somit werden Freiheits- und Identitätskonzepte in Zeiten disrupter Veränderungen, verstärkter Zuwanderung nach Europa, und insbesondere Deutschland, ebenso zentral wie mtlw. ideologisch stark aufgeladen. Es wird von verschiedenen Seiten versucht, Freiheits-, Identitäts- und weitere Konzepte auf eine ausschließlich kulturelle Entstehung zu verkürzen und abweichende Freiheits-, Identitäts- und Heimatverständnisse als anti-universalistisch, rückwärtsgewandt, rechtslastig und rassistisch zu denunzieren.

Identicon hat dazu theoretische und praktische Modelle entwickelt, die auf das Engste mit der [MATRIX], der Rebellienz und weiteren mli-Modellen verbunden sind, um orientierende Wege und Handlungsanleitungen durch den Dschungel der ideologisierten Untiefen zu liefern.