Repolitisierung von Therapie, Coaching und (Organisations-)Beratung
Dieses Projekt führte nach der Gründung Ende 2012 zu der Entwicklung des erweiternden und repolitisierten Resilienz Begriffs zum Rebellienz Konzept.

Geschichte des Projekts - Wie alles anfing
Nach der Wirtschafts-, Banken- und Börsenkrise 2008 waren folgende Beobachtungen bzw. Ereignisse Auslöser diese Projektes:

A. Veränderung der Fragestellungen der Mandantschaft
Es wurde nach der zuvor erwähnten Krise auffällig, dass zunehmend Mandanten zur Beratung ins mli kamen, die mit erheblichen Burnout Fragestellungen und Problematiken zu kämpfen hatten.
Waren die Fragestellungen bis zur Wirtschaftskrise 2008 noch davon geprägt, mehr Karriere, mehr Aufgaben, mehr Geld, änderte sich das nach 2008 in, die Arbeiten ist nicht mehr zu schaffen, weniger Karriere, weniger Arbeit, weniger Geld.
In vielen Fällen schienen die Fragestellungen und Probleme überhaupt nur noch mit psychoaktiver Chemieunterstützung ‘beherrscht‘ werden zu können.

B. Erfahrungen in der Lokalpolitik
In meiner Heimatstadt wollte der Stadtrat auf dem Gelände einer ehemaligen Schmiede ein weiteres Einkaufscenter platzieren. Natürlich wurde ganz im Narrativ des politischen Mainstreams dieses Projekt als alternativlos dargestellt. Mit dem ‘Denkmalverein‘ Plettenberg habe ich einen mehrjährigen (am Ende vergeblichen) Kampf gegen die Plettenberger Rathäusler geführt (vgl. Plettenbergs Zukunft?).
Dem SPD bestimmten Rat der Stadt Plettenberg ist insofern Dank abzustatten, als der Stadtrat den Autor nachhaltig von den Trixx und Finessen der ‘alternativlosen Fassadendemokratie‘ zu überzeugen wusste und damit (wenn auch unbeabsichtigt und ungewollt) zu einer nachhaltigen und fundierten Verfolgung des Projekts ‘Repolitisierung in unterschiedlichen Lebensbereichen‘ gebracht hat.

C. Erfahrungen in der Verbandspolitik
Seit 2014 habe ich mich im Rahmen des Fachverbands DGSF (Deutsche Gesellschaft für systemische Therapie, Beratung und Familientherapie) im Forum Gesellschaftspolitik und der Fachgruppe Humane Arbeit engagiert. In diesen Gruppen wurde ich nachhaltig mit der parteipolitischen Durchseuchung der heutigen Fachverbände, als berufsnahe Vorfelder von parteipolitischen Interessen und auch hier den dazugehörigen, alternativlosen Usancen konfrontiert. Es war eine tiefenstrukturell ähnliche Wiederholung meiner Erfahrungen aus dem politischen Engagement in meiner Heimatstadt.

Ziele des Forschungsprojekts
Durch die zuvor genannten Erfahrungen sollen die gemeinsamen, tiefenstrukturellen Muster der gesellschaftlichen Grundbedingungen erkundet werden. So habe ich seit 2012 ein selbstorganisiertes zunächst Studienprojekt und dann Forschungsprojekt in politischen Wissenschaften mit den dazu gehörenden transdisziplinären Fachgebieten durchgeführt.

Fragestellungen
Welche Rolle spielen die disruptiven, gesellschaftspolitischen Einflüsse auf die theoretische und pragmatische Konzeptualisierung bei Psychotherapie, Coaching und (Organisations-)Beratung.

Erarbeite Materialien
Literaturliste
Filmliste
Powerpoint Vorträge, weitere Publikationen

Ergebnisse
Die Ergebnisse waren die um die politischen Dimensionen erweiterten [MATRIX]-Navigationstafeln sowie die daraus hervorgegangenen neuen mli Konzepte und Brands, wie FluXXus, Identicon, Stoanon, polyration,Rebellienz, Mannigfaltigkeit. Click
Verschiedene Vorträge auf Kongressen.
Die Vorträge werden hier in einer erweiterten Form in Kürze erscheinen.
Geplant sind noch entsprechende Publikationen zu den neuen mli Brands.

Publikationen
[MATRIX]-Navigationstafeln 2018 V.
Vortrag DGSF Wissenschaftliche Jahrestagung, Frankfurt 2016
Vortrag Kongress Kraft des Zweifels, Heidelberg 2016
Vortrag DGSF Wissenschaftliche Jahrestagung, München 2017
Vortrag DGSF Wissenschaftliche Jahrestagung, Oldenburg 2018
Materialien zur Querfront-Affäre 2017/2018
Publikationen in der mli Kategorie „Das Letzte“

Epoche Zeitraum Dauer/Jahre Modellname Ort
I 1984-1990 6 Karrette Hypno-systemische Epoche Plettenberg
II 1991-1998 8 Integration von Organisationsentwicklung Heidelberg
III 1999-2002 4 Heidelberger Coaching-Modell Erste integrative Epoche Ende der radikal-konst. Modelle Beginn der biographischen Modelle Heidelberg
IV 2003-2007 5 [MATRIX] Epoche des Symbolismus Fortsetzung der biographischen Modelle Heidelberg
V 2007-2012 5 [MATRIX] transdisziplinäre Epoche Fortsetzung der biographischen Modelle Plettenberg, Saint-Dié
VI 2012-2018 6 [MATRIX] Repolitisierung von Therapie u. Beratung Plettenberg, Saint-Dié